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Mit dem Expeditionstruck auf den Spuren von David Livingstone

Rückreise nach Deutschland

 

Gegen 08:00 Uhr finden sich die ersten Teilnehmer am Frühstücksbuffet ein, und gegen 09:00 Uhr gibt es eine Erinnerung an unsere phantastische Rundreise in textiler Form. Blau ist die Farbe der Stunde, und der abwechslungsreiche Verlauf der Tour ist grafisch verewigt. Erfreulich, dass alle Größen bestens passen. Das müssen wir natürlich vor unserer Abfahrt vom Hotel von allen Seiten im Bild festhalten.

Um 11:00 Uhr treffen wir am internationalen Flughafen von Victoria Falls ein, der im neuen Glanz erstrahlt. 150 Millionen US-Dollar und zwei Jahre wurden investiert, um eine Komplettrestaurierung vorzunehmen und den Airport um ein Terminal zu erweitern. Man stellt sich zwar die Frage, wo denn das Geld herkommen mag, aber die Bauzeit würde mancher europäischen Hauptstadt gut zu Gesicht stehen… Das Ergebnis und die Organisation können sich sehen lassen, so dass der Check In in Rekordzeit abläuft und nur kurze Wege bis zum Abfluggate zurückzulegen sind.

Insgesamt legten wir auf unserer Reise mit dem Expeditionstruck 2.324 Kilometer zurück. Dabei haben wir mit unserem örtlichen Reiseleiter Frank einen echten Volltreffer gelandet. Kompetenz, eine schier unglaubliche und kosmopolitische Fachkenntnis sowie ein präzises Organisationstalent waren zu allen Zeiten Garanten für ein außergewöhnliches Reiseerlebnis. Die vorbildliche Disziplin jedes einzelnen Teilnehmers, die Harmonie innerhalb der Gruppe und die vielen lustigen Momente mit jeder Menge Spaß rundeten die Exkursion durch drei Länder des südlichen Afrikas gelungen ab. Unvergessen werden auch die allabendlichen Konferenzen im kleinen Kreis bleiben, bei denen über die wichtigen und weniger wichtigen Dinge des Lebens philosophiert wurde.

Die Flüge mit South African Airways heben pünktlich ab, und die Wartezeit in Johannesburg wird durch zahlreiche Geschäfte und verschiedene Restaurationsbetriebe angenehm verkürzt.

Um 06:05 Uhr landen wir am 17.12.2017 in Frankfurt. Nach der Verabschiedung am Flughafen trennen sich die Wege, denn die weitere Heimreise erfolgt per Pkw, Bahn oder Anschlussflug.

Euch allen und Euren Familien wünschen wir ein geruhsames und gesegnetes Weihnachtsfest sowie einen gelungenen Jahreswechsel in ein gesundes 2018. Natürlich sind wir auch in der kommenden Saison gern immer eine Reise besser für Euch.

Bis bald!

Grenzübertritt nach Zimbabwe

Victoria Falls
Craft Center Victoria Falls
River Cruise auf dem Zambezi
A´Zambezi River Lodge

Wir nähern uns der Grenze nach Zimbabwe und sehen kilometerlange Schlangen von schwer beladenen Lastwagen, die bereits seit geraumer Zeit auf ihre Freigabe zum Grenzübertritt warten. Einzige Alternative hierzu wäre eine Fährverbindung. Dummerweise kann diese immer nur einen Lkw befördern. Durch den heftigen Schwerlastverkehr ist die Straße zur Grenzstation in einem jämmerlichen Zustand, und Frank hat seine liebe Not, den kraterförmigen Schlaglöchern auszuweichen.

Die Ausreise aus Botswana gestaltet sich ausgesprochen zügig; die Einreise nach Zimbabwe erweist sich als zeitaufwendiger. Pro Person werden US-$ 30,00 Einreisegebühr fällig. Dafür wird im Gegenzug ein handgeschriebenes Visum (hier kommt tatsächlich noch Durchschlagpapier zum Einsatz) in den Pass geklebt.

Die Fahrt zu den Victoria Falls dauert gerade einmal 45 Minuten, und die Firma Shearwater scheint hier ein touristisches Monopol zu besitzen.

Unser örtlicher Guide nimmt uns in Empfang und liefert einige Fakten zu den 110 Meter hohen Wasserfällen, die in Kaskaden in die auffällig breite Schlucht stürzen. Bei 33° Celsius und einer durch die aufsteigende Gischt extremen Luftfeuchtigkeit sind die drei Kilometer Fußweg zwar eine ziemliche Herausforderung, aber wir sind viel zu neugierig auf die Wasserfälle, die zu einem der sieben Naturwunder der Welt zählen. Also absolvieren wir alle 16 Aussichtspunkte mit immer neuen Perspektiven, bis wir schließlich unterhalb der Brücke zwischen Zimbabwe und Sambia stehen. Oberhalb verläuft der schleppende Grenzverkehr; unter der Brücke sind die Halteseile für die wagemutigen Bungeespringer zu sehen, von denen aktuell allerdings keiner am Start ist.

Im Rainforest Cafe ordern wir kühle Drinks nach diesem schweißtreibenden Ausflug und erhalten die erste Unterweisung in das eigenwillige Währungssystem Zimbabwes. Eine eigene Währung gibt es nicht; südafrikanische Rand, US-Dollar und Euro werden gleichermaßen akzeptiert. Hier erfahren wir dann auch, dass - zumindest in diesem Land - der US-Dollar exakt dem Wert eines Euros entspricht…

Kreditkarten funktionieren nicht, weil das System angeblich nicht verfügbar ist. Bei einer Maximalauszahlung der Banken von US-Dollar 20,00 pro Tag ist diese Vorgehensweise nur zu verständlich, wenn auch für den Besucher unangenehm. Auf unserer Weiterfahrt sehen wir die langen Warteschlangen vor den Banken; Bargeld ist hier ein knappes Gut. Es bleibt zu hoffen, dass Zimbabwe mit seiner tollen Natur und den vorhandenen Bodenschätzen seine durch den Präsidentenwechsel gegebene Chance nutzt, damit es der Bevölkerung bald besser geht.

Nach einem Besuch des örtlichen Craft Centers mit unzähligen Verkaufsständen geht es weiter zum Hotel. Nach dem Check In werden schnell die Bordkarten für den morgigen Flug ausgedruckt, und schon bringt uns der Bus zum Bootsanleger, wo wir mit einem zweistöckigen Boot ablegen.

Auf unserer zweieinhalbstündigen Tour steht die Entspannung im Vordergrund; die Tierbeobachtungen beschränken sich auf einige Hippoherden im Wasser und wenige Krokodile an den Ufern des Zambezi River. Zwischenzeitlich kommt Nordseestimmung auf, als der stark aufbrausende Wind das Ausflugsschiff vor sich hertreibt.

Im Hotel gibt es abends ein Dinner vom Buffet mit musikalischer Unterhaltung einer einheimischen Tänzergruppe. Nach dem Essen dankt die gesamte Gruppe unserem Tourguide Frank für die kompetente und allzeit perfekte Betreuung auf unserer Reise durch einen Teil des südlichen Afrikas. Das war wirklich eine unvergessliche Tour mit faszinierenden Eindrücken, die uns immer in Erinnerung bleiben werden. Danke Frank!

Chobe National Park

Chobe Bush Lodge

05:45 Uhr ist zugegebenermaßen sehr früh, aber alle Teilnehmer finden sich überpünktlich ein und sind guter Dinge, an diesem Morgen neue Eindrücke zu gewinnen. Die beiden Jeeps starten „on time“ zum Game Drive, und wenig später befinden wir uns bereits im insgesamt 7.100 Quadratkilometer großen Chobe National Park.

Drei Kudu-Weibchen scheinen bereits auf uns gewartet zu haben, bevor wir die ersten Impalaherden aus nächster Nähe bestaunen. Nach diversen Vogelsichtungen am Ufer des Chobe Rivers kommt über Funk die Mitteilung, dass sich unweit unseres Standortes Wildhunde tummeln. Über Sandpisten quält unser Guide den Jeep mit hoher Geschwindigkeit zum angegebenen Punkt und tatsächlich: Neun Wildhunde teilen die zuvor erlegte Beute gerecht unter sich auf. Dabei fallen ihre markante Zeichnung und die wedelnden blütenweißen Schwänze ins Auge. Wir genießen den seltenen Anblick und sind erfreut, derart viel Glück zu haben.

Während wir in den Auen des Chobe Rivers die einzelnen Vogelarten beobachten, hier sind die Fischadler wirklich bemerkenswert, entdecken wir in der Ferne einen Elefantenbullen. Also, nichts wie hin. Nach kurzer Wegstrecke erblicken wir das Jungtier, ebenfalls in der testosterongesteuerten Musth-Phase. Immer wieder beäugt er die umstehenden Jeeps misstrauisch. Leider gibt es auch hier einen Idioten mit ausgestellter Lizenz zum Führen von Gästen, der mit seinem Jeep dem Bullen unverhältnismäßig aufdringlich folgt und somit eine ausgesprochen grenzwertige Situation heraufbeschwört. Dem Guide der Firma Thebe River Safaris gehört die Lizenz entzogen, denn von einem verantwortungsbewussten Umgang mit Mensch und Tier kann nicht ansatzweise die Rede sein.

Auf unserer weiteren Tour durch den Park erreicht uns der zweite Funkspruch mit der Nachricht, dass Löwen gesichtet wurden. Kurze Zeit später beobachten wir drei Löwinnen, die sich faul in der Morgensonne aalen. Kraftpakete pur, selbst wenn sie sich in Ruhestellung befinden.

Nach drei Stunden kehren wir begeistert zur Bush Lodge zurück. Hier erwartet uns ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, das wir ausgiebig genießen.

Am Nachmittag starten wir zu einer der schönsten Exkursionen der Rundreise: Mit dem Boot geht es über den Chobe River, und wir lassen uns während der geruhsamen Fahrt über den Fluss von Panorama und Tierwelt verzaubern. Krokodile, Hippos an Land und zu Wasser, Antilopen, Vögel, Büffel, Elefantenherden und Giraffen präsentieren sich ganz nah am Ufer. Ein einzigartiger Trip durch die faszinierende Natur im Grenzgebiet zwischen Namibia und Botswana.

Ein ganzer Tag an der frischen Luft macht hungrig, und das Abendessen vom Buffet hält für jeden Geschmack das Passende bereit. Der Restaurantservice wäre in puncto Freundlichkeit extrem verbesserungswürdig, aber das kann uns angesichts der tollen Eindrücke des Tages nicht wirklich erschüttern.

Grenzübertritt nach Botswana

Chobe Bush Lodge

Unseren ersten Stopp legen wir in Katima Mulilo ein. Strom und Wasser gehören hier nicht zu den dauerhaft verfügbaren Versorgungsgütern, aber nach dem zweiten Anlauf finden wir dann eine geeignete Tankstelle, die unseren Anforderungen gerecht wird.

Im örtlichen Supermarkt erstehen wir kaloriengeladene „Fahrzeitversüßer“, bevor uns die Reise weiter nach Osten zur Grenze zwischen Namibia und Botswana führt. Die Ausreise ist schnell erledigt, denn die erforderlichen Formulare haben wir Frank sei Dank fehlerfrei und vollständig im Expeditionstruck ausgefüllt.

Die Einreise nach Botswana erfolgt formularfrei; dafür ist die Desinfektionsprozedur eine ziemlich fragwürdige und mindestens gleichermaßen ekelhafte Angelegenheit. Die mitgeführten Schuhe (wir haben uns auf zwei pro Person beschränkt) müssen über eine mit einer undefinierbaren Flüssigkeit getränkte Matte, die dem Aussehen nach bereits ihr zehnjähriges Dienstjubiläum feiern konnte, gezogen werden. Auf diese Weise soll, und hier versetzt der Glaube Berge, das tierreiche Botswana maul- und klauenseuchenfrei gehalten werden. Wir hoffen, dass es hilft und leisten unseren Beitrag.

Kaum haben wir direkt hinter der Grenze den Chobe National Park erreicht, entdecken wir direkt am schnurgeraden Highway die ersten Elefanten. Eine Herde mit testosteronlastigen Jungbullen, die sich in der sogenannten Musth befinden, animiert uns zu zahlreichen Fotos. Die hormonbeladenen Elefantenmänner weisen durch ihr aggressives Verhalten deutlich darauf hin, dass sie in dieser Entwicklungsphase keinen Spaß verstehen. Entzückend sind auch die jüngsten Herdenmitglieder, die von den ausgewachsenen Tieren stets schützend in die Mitte genommen werden.

Wenig später treffen wir an der Chobe Bush Lodge ein. Nach einem Welcome Drink erhalten wir unsere Zimmerschlüssel und - mindestens ebenso wichtig - die Passworte für die Nutzung des hauseigenen WLAN-Netzes. Bis zum Abendessen in der angeschlossenen Safari Lodge bleibt noch Zeit zur Erkundung der direkten Umgebung oberhalb des Chobe Rivers.

Namushasha River Lodge

 

Das Aktivprogramm der Namushasha Lodge nutzen wir und starten nach dem Frühstück zu einer Exkursion auf dem Kwando River. Mit zwei Booten legen wir ab, um die Tierwelt vom Fluss aus zu beobachten. Den Auftakt bildet ein Krokodil, das sich im seichten Ufergewässer bereitwillig ablichten lässt.

Die Vogelwelt präsentiert sich artenreich und ausgesprochen fotogen. In den weiten Gras- und Sumpflandschaften oberhalb des Kwandos entdecken wir immer wieder verschiedene Antilopenarten. Höhepunkt des Ausfluges ist zweifelsfrei eine Gruppe aus etwa zwanzig Flusspferden, die sich in der Mitte des nur anderthalb Meter tiefen Gewässers tummelt. Alle Altersklassen und Größen der Hippos, die mal hier, mal da auftauchen, sind vertreten. Die Auslöser der Kameras klicken unzählige Male in der morgendlichen Stille. Nach einer Getränkepause an Land treten wir den Rückweg zur Lodge an, wo wir nach drei Stunden wieder eintreffen.

Am Nachmittag nutzen wir erneut die Boote, um über den Fluss zum Bwabwata National Park zu gelangen. Wir steigen in zwei moderne Safarijeeps um und starten zum Game Drive. Im mit 6.100 Quadratkilometern größten Schutzgebiet im Nordosten Namibias erwarten wir gespannt die Sichtung von Elefanten. Sie müssen hier sein, denn die zahlreichen Hinterlassenschaften zeugen von ihrer Anwesenheit. Die Natur ist allerdings unberechenbar, so dass wir heute in dieser Hinsicht leer ausgehen. Impalaherden mit großen Kindergärten, zahlreiche Antilopen, Hippos und wunderschöne Vögel lassen die Rundfahrt durch den Park dennoch zu einem weiteren großartigen Erlebnis werden.

Zum Sonnenuntergang kehren wir zur Lodge zurück und genießen das gute Abendessen in Buffetform. An der Bar gibt es noch einen Absacker, bevor die Betten rufen.