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Mit dem Expeditionstruck auf den Spuren von David Livingstone

Mafwe Living Museum

Namushasha River Lodge

Heute beginnen wir mit einem Sektfrühstück, denn es steht ein runder Geburtstag an. Die Jubilarin wird vom Küchenteam besungen, und es gibt einen Geburtstagskuchen mit Kerzen. Alles in allem eine sehr rührselige Angelegenheit, bei der nicht alle Augen trocken bleiben…

Unsere Etappe führt uns durch den Bwabwata National Park zum lebenden Museum der Mafwe, einem Bantu-Stamm im Norden Namibias. Die „living museums“ haben zum Ziel, die alten Traditionen, zu denen keine schriftlichen Aufzeichnungen existieren, der jeweiligen Volksstämme zu veranschaulichen. Die Mafwe starten mit diversen Gesangsaufführungen, bei denen das Zusammenleben im Dorf im Vordergrund steht. Anschließend werden wir in Männer- und Frauenarbeit unterwiesen, bei der beide Geschlechter eine beeindruckende Fingerfertigkeit an den Tag legen.

Unter schattenspendenden Baobab-Bäumen nehmen wir unser Mittagessen in Picknickform ein. Bei derart vielen helfenden Händen fast schon eine Routineangelegenheit. Insbesondere der selbstgemachte Nudelsalat stellt sich schnell als schmackhafte Delikatesse heraus.

Nach einer knappen Stunde Fahrzeit erreichen wir die Namushasha Lodge am Ufer des Kwando Rivers, unser Domizil für die nächsten beiden Nächte. Es bleibt noch Zeit bis zum gemeinsamen Abendessen unter freiem Sternenhimmel. Der Reisetag scheint anstrengend gewesen zu sein, denn abends sind alle früh verschwunden. Unsere Nachtruhe wird durch ein heftiges Gewitter unterbrochen, bei dem etwa 50 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.

Mahango Game Park

Divava River Lodge & Spa

Der Tag in der Divava Lodge beginnt verheißungsvoll, denn für unser Frühstück wurden die Tische unter freiem Himmel am Pool des Hauses gedeckt. Wie sich herausstellt, gab es im Restaurant einen Rohrbruch, so dass das serviceorientierte Personal des Hauses kurzerhand diese Ausweichmöglichkeit schuf. Wir sind darüber hocherfreut, denn bei den angenehmen Temperaturen an diesem Morgen hat diese Location ihren besonderen Reiz.

Der Vormittag steht ganz im Zeichen der Entspannung und wird mit Massagen, Spaziergängen in der näheren Umgebung und dem gut funktionierenden WLAN-Netz in der Rezeption genutzt.

Um 14.00 Uhr starten wir erwartungsvoll auf zwei Jeeps verteilt in den Mahango Game Park, denn uns wurden die ersten Elefanten in Aussicht gestellt. Die Fahrt durch den Park lässt uns schnell den hier vorhandenen Tierreichtum erkennen: Zebras, Impalas, Warzenschweine und Paviane halten sich in unmittelbarer Nähe zur Parkstraße auf.

Als wir dann eines der Wasserlöcher erreichen, ist es tatsächlich so weit: Fünf Elefanten laben sich am kühlen Nass und weitere drei stoßen dazu. Sie bewerfen sich mithilfe ihres Rüssels mit Schlamm und Wasser; ein stattlicher Elefantenbulle nutzt einen abgestorbenen Baumstumpf, um sich ausgiebig zu kratzen.

Ein atemberaubendes Erlebnis, dem wir ohne Weiteres noch zwei Stunden hätten beiwohnen können, aber es gibt noch mehr zu sehen. An zwei weiteren Aussichtspunkten in exponierter Lage lassen wir den weiten Blick schweifen und entdecken zahlreiche Vogelarten des Parks sowie zwei Hippos an Land und verschiedene Büffelherden. Ein faszinierender Game Drive im Mahango Naturschutzgebiet, das wieder ganz anders ist als die bisher erlebten.

Das schmackhafte Abendessen genießen wir auf der Restaurantterrasse der wunderschönen Lodge, denn alle technischen und optischen Herausforderungen des Morgens hat das Serviceteam mit Erfolg gemeistert. Es besteht Einigkeit darüber, dass Divava eine erstklassige und ganz besondere Urlaubsadresse ist.

Rundu

Divava River Lodge & Spa

Da wir heute nur eine kurze Fahrtstrecke zu absolvieren haben, verlassen wir die Hakusembe River Lodge erst um 09:00 Uhr. Die Stimmung in der wirklich tollen Reisegruppe ist bestens.

In Rundu legen wir einen kurzen Stopp ein und bummeln durch die belebten Straßen, die von fliegenden Händlern mit ihren selbstgebauten Ständen gesäumt werden. In einem der örtlichen und ausnehmend gut sortierten Supermärkte erstehen wir Kleinigkeiten, bevor es weiter in Richtung Osten geht. Wir sind jetzt mitten im sogenannten Caprivi-Zipfel, und die Landschaft am Okavango River ist von dichter Vegetation und zahlreichen Siedlungen entlang des asphaltierten Highways geprägt.

Schon gegen Mittag treffen wir an der Divava Lodge, einem Kleinod am südlichen Flussufer, ein. Ausstattung und Lage der Lodge sind atemberaubend schön. Das Quecksilber zeigt gut erträgliche 25° bis 30° an, und auf der Terrasse des Hauses genießen wir die grandiose Aussicht bei erfrischenden Kaltgetränken und einem Light Lunch.

Um 16.00 Uhr startet unsere Exkursion auf dem Okavango River; Kapitän ist Joseph (für die Bayern der Sepp), und Adeline kümmert sich um das Getränkewohl der Gäste. Schon bald entdecken wir die ersten Felsen mit Ohren mitten im Fluss. Zahlreiche Hippos tummeln sich in dem Gewässer. Es ist schwierig, den richtigen Moment zu treffen, um die in der Sonne glänzenden Tiere mit der Kamera einzufangen, denn sobald wir mit dem Boot näherkommen, tauchen sie unter.

Dennoch gelingen bei der großen Anzahl der Flusspferde immer wieder bestechend schöne Fotos. An den Ufern liegen Krokodile faul in der Sonne; kein gutes Baderevier. Einheimische überqueren im Einbaum den Fluss, und wir können Gruppen beim Waschen und Wasserholen beobachten. Kuhreiher und Milane ziehen in Schwärmen durch die Luft, und die Milane nutzen die Thermik über dem Fluss, um ohne Anstrengung auf schwindelerregende Höhen zu steigen.

Zum Sonnenuntergang gibt es zu Wein und Bier kleine Snacks. Da der Okavango sehr wenig Wasser führt, können wir nicht zu den Popa Falls gelangen. Ungeachtet dessen ist unser Ausflug ein geruhsames und gleichzeitig sehr abwechslungsreiches Erlebnis.

In wunderschöner Atmosphäre genießen wir das ausgesprochen gute Abendessen mit köstlichem Wein auf der Terrasse des Restaurants. Besser kann es uns eigentlich nicht gehen…

Ombili Stiftung

Hakusembe River Lodge

Um 08:30 Uhr verlassen wir nach dem Frühstück die Mokuti Lodge und treffen nach kurzer Fahrzeit an der Ombili Stiftung ein. Seit 28 Jahren hat sich die Organisation der Aufgabe verschrieben, die dem Volksstamm der San angehörigen Buschleute in die sich ständig verändernde namibische Gesellschaft zu integrieren.
Philippus begrüßt uns und schildert die Entstehung des Projekts. Auf unserer anschließenden Führung lernen wir einzelne Einrichtungen, wie zum Beispiel Gemüsegarten, Küche, Schülerunterkünfte und Gemeinschaftshalle des Anwesens, näher kennen.

Insgesamt leben 600 Menschen und ihre Kinder in Ombili, und wir stellen schnell fest, in einer völlig anderen Welt unterwegs zu sein. Wir lernen während unseres kurzen Aufenthalts ganz schnell, wie relativ Weltanschauungen sein können und bewundern staunend und mitunter sprachlos die Existenz derartiger Einrichtungen sowie den enthusiastischen und unermüdlichen Einsatz ihrer Mitarbeiter. Bereitwillig beantwortet Philippus alle unsere Fragen ausführlich.

Im Kulturzentrum der Ombili Stiftung präsentieren uns einige San die Kunst des Feuermachens und den Stellenwert ihrer Zeremonien. Ein Besuch des angeschlossenen Shops zeigt die künstlerischen und handwerklichen Fertigkeiten des Stammes.

Beeindruckt und gleichzeitig nachdenklich verlassen wir Ombili und verfolgen gespannt die Ausführungen unseres Tour Guides Frank, der wirklich über ein beeindruckend vielschichtiges Wissen verfügt, und die Geschichte der San noch einmal ausführlich schildert.

Zur Mittagszeit legen wir unser erstes Picknick ein, denn wir haben ja alles an Bord. Es handelt sich um den ersten Stopp dieser Art auf unserer Reise, aber das Zusammenspiel aller Teilnehmer erinnert schon stark an einen Boxenstopp in der Formel 1. Binnen kürzester Zeit sind Tische und Stühle aufgebaut und präpariert, Salate zubereitet und alle Zutaten für ein gelungenes Mahl aufgetischt, so dass wir bereits nach weniger als einer Stunde schon wieder auf der Straße unterwegs sind. Hut ab, perfekte Leistung, und alle sind satt geworden!

Am späten Nachmittag erreichen wir die Hakusembe Lodge direkt am Kavango Fluss ein. Es erwarten uns sehr ansprechende Zimmer in traumhafter Lage - Flussblick inklusive. Das gemeinsame Abendessen nehmen wir in der Lodge ein.

Etosha National Park

 

Nach dem Early Bird-Frühstück verlassen wir um 06:30 Uhr mit dem Safari Truck die Lodge, um Teile des riesigen Etosha Parks zu erkunden. Unmittelbar nachdem wir durch das Namutoni Gate gefahren sind, stehen zahlreiche Zebras rechts und links der Parkstraße. Große Impalaherden begleiten unsere weitere Exkursion, und wenig später erspäht unser Guide zwei Löwenmännchen, die gut getarnt und eigentlich kaum erkennbar im Gras ruhen. Es erweist sich als vorteilhaft, dass den vor Kraft strotzenden Tieren der Begriff „Essen auf Rädern“ nicht bekannt zu sein scheint.

Nachdem wir einige Giraffen mit der Kamera einfangen konnten, wartet schon der nächste Höhepunkt auf uns: Zwei Geparden, von denen ein Weibchen hochträchtig ist, liegen unter Buschwerk faul in der Morgensonne. Als wenn diese Ausbeute noch nicht ausreichend wäre, zeigt sich auch noch ein Spitzmaulnashorn am Wegesrand. Leider müssen den Tieren in dieser Region die Hörner gestutzt werden, um sie für Wilderer uninteressant zu machen und damit die Erhaltung ihrer Art zu erreichen.
Nach diversen Tiersichtungen werden wir Zeuge einer Paarung zweier Hyänen, die recht umständlich ausfällt und unerwartet viel Zeit in Anspruch nimmt.

Voller neuer Eindrücke und ziemlich begeistert kehren wir von einer einzigartigen Exkursion durch den Etosha National Park zur Lodge zurück. Hier bleibt Zeit für ein Mittagessen und ein wenig Entspannung, bevor es am Nachmittag noch einmal mit unserem angestammten Expeditionstruck in den Nationalpark geht. Erneut entdecken wir die beiden Geparden vom Morgen; dieses Mal direkt neben der Straße.

Die Wasserlöcher sind sehr schwach besucht; einzig große Vogelschwärme nutzen die Gunst der Stunde zur unbedrohten Wasseraufnahme. Hin und wieder stehen vereinzelte Giraffen im Spagat am Ufer, um zu trinken. Eine Wildkatze verschwindet so schnell, dass ein Erinnerungsfoto nicht möglich ist.

Kurz nach 18:00 Uhr treffen wir wieder an der Lodge ein. Der Weg zum Abendessen gestaltet sich durch einen heftigen Tropenschauer zu einer sehr feuchten Angelegenheit. Dennoch können wir das Buffet im Freien einnehmen. Zu unserer großen Freude fallen die Falterattacken heute deutlich geringer aus; nur gelegentlich saust ein Exemplar der haarigen Insekten an uns vorbei.