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Von den Rockies zum Atlantik 2014

Rückkehr nach Deutschland

 

8,5 Stunden Flugzeit und ein grauseliges Frühstück (Wird das auf den Sitzungen des Passagevorstands auch gereicht?) später landen wir am nächsten Morgen um 11:00 Uhr butterweich in Frankfurt am Main. Der Flughafen ist ja bekannt für seine langen Umsteigewege, aber die Alleen von aufgestellten Notbetten sind dann doch neu. Sie zeugen von den Auswirkungen des gestrigen Streiks, von dem Meldungen nach 166.000 Reisende betroffen waren. Keine leichte Zeit für den deutschen Kranich.

Die Wartezeit auf den Weiterflug wird intensiv genutzt, denn durch den guten Empfang am Gate kann gesimst und geappt werden, was das Zeug hält. Flinke Finger sausen über das Display und beantworten die zahlreichen eingegangenen Mitteilungen. Unser Anschlussflug nach Düsseldorf hebt leicht verspätet ab, so dass wir um 14:20 Uhr dort landen.

Alle Reiseteilnehmer sind wohlbehalten, wenn auch ein wenig erschöpft, nach 26 Tagen wieder daheim gelandet. Für die Teilnahme an unserer Rundreise „Von den Rockies zum Atlantik“ danken wir ganz herzlich und hoffen gleichzeitig, dass die gesammelten Reiseerlebnisse noch lange positiv in Erinnerung bleiben.

So long, bleiben Sie gesund und bis zum nächsten Urlaub!

Tanken

Fahrzeugrückgabe

Nach dem Verlassen des Campgrounds werden die Wohnmobile zum letzten Mal betankt. Wenig später stehen wir bei Road Bear auf dem Hof, wo die Fahrzeuge inspiziert und ohne Beanstandungen zurückgenommen werden. Insgesamt sind es 3.774 abwechslungsreiche und mit vielen Erlebnissen gefüllte Meilen geworden.

Von den traumhaften Rocky Mountains im Indian Summer über die beschauliche Küste am Golf von Mexiko bis zum sonnenverwöhnten Florida war alles dabei. Pulsierende Metropolen mit unvergleichlicher Atmosphäre gehörten ebenso dazu wie sorgfältig ausgewählte Übernachtungsplätze inmitten der faszinierenden Natur. Bemerkenswert, was dieses Land auf der vergleichsweise kurzen Strecke in sieben Bundesstaaten zu bieten hat. Das nächste Mal werden wir uns im September/Oktober 2016 in diesem Teil Amerikas begeistern lassen.

Mit dem Taxi geht es zum Flughafen, wo erst einmal Geduld gefragt ist, denn Lufthansa fliegt erst abends ab. Die Wartemöglichkeiten auf dem sehr ansprechenden Airport sind allerdings bequem, und in diesen Tagen muss man ja schon froh sein, wenn nicht irgendeine Arbeitsniederlegung zu längeren Verzögerungen führt…
Nachdem der Check-in-Schalter um 16:05 Uhr geöffnet wird, geben wir am Check-in unser Gepäck auf, durchlaufen die Sicherheitskontrolle und genießen ein gutes Abendessen in einem der Restaurants am Flugsteig.

Um 20:30 Uhr hebt der sehr moderne und gut ausgestattete Airbus der Lufthansa in Orlando ab. Das Abendessen am Flughafen stellt sich als brillante Idee heraus, denn die dargereichte Bordverpflegung geht schon stark in den ungenießbaren Bereich. Das Bordprogramm bietet leider auch nichts, was wir nicht schon auf dem Hinflug im September kennenlernen durften.

Orlando

 

Der Tag beginnt spannend. Um ein besonderes Foto vom Sonnenaufgang schießen zu können, müssen natürlich alle Fahrzeugtüren geschlossen sein, weil das sonst nicht so gut aussieht. Blöd nur, dass der Schlüssel im Fahrzeug liegt; die Insassen aber alle draußen stehen…

Glücklicherweise sollte das Handy als Kamera dienen, so dass es jetzt genutzt werden kann, um bei Road Bear RV anzurufen. Keine fünfzehn Minuten später trifft ein hilfsbereiter Mitarbeiter des Vermieters mit einem Generalschlüssel ausgestattet auf dem Campground ein. Die Dame des (verschlossenen) Hauses empfängt ihn im Nachthemd. Bildmaterial ist leider nicht überliefert. Ein entsprechendes Trinkgeld versteht sich von selbst, und der Tag kann entspannt weitergehen.

Wieder lockt ein Outlet-Center (160 Stores) mit üppigem Angebot, so dass die unzähligen Freizeitparks Orlandos chancenlos sind. Ausgiebig und in aller Ruhe werden die Offerten geprüft, um dann zuzuschlagen.
Am Nachmittag heißt es: Koffer packen und Vorbereitungen für die morgige Heimreise treffen.

Abends werden die letzten Vorräte (flüssig und fest) aus der Bordküche vernichtet und ein prasselndes Lagerfeuer bildet den Schlusspunkt eines geruhsamen Tages mit zahlreichen Neuerwerbungen.

Beach Street in Daytona Beach

Strandfahrt Daytona Beach
Ponce de Leon Inlet Lighthouse Park
Kennedy Space Center
Orlando SE/Lake Whippoorville KOA Campground

Mission/Reisemotto erfüllt: Der erste Stopp des Tages führt uns nach Flagler Beach, wo wir am Atlantikstrand entlangspazieren. War ja klar – von den Rockies zum Atlantik. Eine Reinigungskolonne bewegt sich mit schwarzen Plastiktüten bewaffnet am Strand entlang und sammelt die Hinterlassenschaften der Vortagesgäste auf. Bei strahlendem Sonnenschein verspricht das erneut, ein grandioser Urlaubstag zu werden.

In Daytona Beach herrscht der Ausnahmezustand. Das Zentrum ist anlässlich des Biketoberfestes in weiten Teilen gesperrt. Bei unserer Durchfahrt säumen tausende von Motorrädern in allen erdenklichen Bauarten beiderseits die Straßen. Zahlreiche Hotels und Lokale haben Transparente mit der Aufschrift „Welcome Bikers“ aufgehängt. Das satte Wummern der schweren Harley-Motoren ist überall zu hören.

Daytona Beach ist seit jeher bekannt dafür, dass ein Teil des Strandes befahren werden darf. Also machen wir das. Gegen eine Gebühr von fünf Dollar erhalten wir Zugang zum „Sandhighway“, wo maximal 10 Meilen bei offenem Fenster und mit eingeschalteten Frontscheinwerfern erlaubt sind. Direkt am Meer cruisen wir über den festen Sand, der stellenweise ein bisschen weicher ist. Das bereitet einer Gruppe von Motorradfahrern mit ihren breiten Hinterreifen sichtbare Schwierigkeiten. Das Erlebnis wird mit Bravour gemeistert, und nach 4,6 Meilen motorisiertem Stranderlebnis verlassen wir die Sandbahn wieder.

Ein Stück weiter liegt das Ponce de Leon Lighthouse, Floridas höchster Leuchtturm. Insgesamt führen 212 Stufen zur Fresnel-Linse. Nach der gestrigen Übung ist das ein Klacks. Im angrenzenden Park befindet sich ein liebevoll angelegtes Museum, das alle Details der Leuchtturmgeschichte schildert.

Verschiedene Küstenorte liegen auf unserem Weg nach Orlando, der letzten Station unserer Reise. Ein schöner Campground an einem See bietet mit Pool, palmenbestandenen Außenanlagen und zahlreichen schattigen Plätzen alle erdenklichen Extras. Für die nächsten beiden Abende wird die gemeinsame Vernichtung der noch üppig an Bord vorhandenen Lebensmittel beschlossen. Wie sich herausstellt, eine weise und ausgesprochen schmackhafte Entscheidung. 

Ochlockonee River State Park

St. Augustine Premium Outlets
St. Augustine Trolley Tour
Lighthouse Park
Faver Dykes State Park

Vor Sonnenaufgang legen wir vom Campground ab und fahren in den erwachenden Tag. Die Reise nach St. Augustine, Amerikas ältester Stadt, dauert knappe vier Stunden.

Zuerst stürmen wir einmal mehr die Factory Outlets, die heute mit 85 Markengeschäften aufwarten. Einige Tüten reicher setzen wir die Fahrt in das Zentrum von St. Augustine fort.

Eine Trolley Tour bringt uns die sehenswerten Regionen der Kleinstadt näher. Am heutigen Samstag ist die Stadt mit Touristen gut gefüllt. Hunderte von Motorrädern prägen das Stadtbild, denn ein Stück weiter südlich findet in Daytona Beach das jährliche Biketoberfest statt. Unterwegs erschließen wir uns den spanischen Teil rund um das Flagler College zu Fuß, bevor wir die Rundfahrt mit der Trolley fortsetzen. St. Augustine versprüht so viel Charme, dass die Anziehungskraft für derart viele Besucher leicht nachvollziehbar ist.

Über die Ponce de Leon erreichen wir den Lighthouse Park unweit der Stadt. Wir erklimmen die älteste Navigationshilfe Amerikas über 219 Stufen und genießen den grandiosen Rundumblick, der sich 50 Meter höher bietet. Der Weg nach unten fällt weniger beschwerlich aus als der Aufstieg, und von der Veranda des Leuchtturmwärteranwesens haben wir einen guten Blick auf eine amerikanische Trauung im Freien. Jeder Gast hat seinen festen Platz im Zeremoniell, und es geht sehr feierlich zu.

Der naturbelassene Campground an der Ostküste Floridas liegt nicht weit entfernt, und beim abendlichen Treffen stellt sich heraus, dass er sich auch bei den Moskitos großer Beliebtheit erfreut. Trotz probater Abwehrmittel, die wir inzwischen erworben haben, bevorzugt der überwiegende Teil der Gruppe die eigenen vier Wände.

St. Andrews State Park

Ochlockonee River State Park

Ein entspannter Tag mit einer kurzen Etappe steht auf dem Programm. Zunächst wird ein Teil des State Parks erkundet; Alligatoren zeigen sich trotz eindringlicher Warnungen leider/zum Glück nicht. Die Landschaft wirkt unwirklich und geisterhaft, ist aber absolut faszinierend.

Viel reeller sind der strahlend weiße Sandstrand und das gut temperierte Meer. Ein erholsamer Strandaufenthalt mit erfrischenden Abkühlungen im Wasser darf nicht fehlen, denn diese Strandqualität sucht ihresgleichen.

Die Fahrt zum nächsten Platz, der wiederum in einem der naturbelassenen State Parks liegt, verläuft über eine traumhafte Route direkt am Meer. Beschauliche Orte, die von dichter Vegetation umgeben direkt am Meer liegen - Florida hat auch in seinen nördlichen Regionen wirklich eine Menge zu bieten.

Heute übernachten wir in herrlicher Lage an einem Fluss. Einziger Wermutstropfen an diesem wunderschönen Tag: Wir verlieren eine Stunde Zeit, denn nun gilt die Eastern Standard Time. Somit beträgt die Zeitdifferenz nach Deutschland jetzt noch 6 Stunden.