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Westkanada & olympische Halbinsel 2017

Fahrradtour in Vancouver

Rundflug "BC aus der Luft"

Nach dem Frühstück brechen wir zur Bushaltestelle auf und fahren in die Innenstadt. Beim Fahrradverleih sind wir die ersten Kunden und übernehmen unsere 7-Gang-Räder inklusive Helm, Schloss und Körbchen.

Die Tour beginnt im 404 Hektar großen Stanley Park, den wir einmal umrunden. An den markanten Aussichtspunkten, wie zum Beispiel Totem Poles, Brockton Lighthouse und Prospect Point, haben wir genügend Zeit für Fotos und Erläuterungen, während die zahlreichen Sightseeing-Busse maximal ihre Fahrt verlangsamen. Ein Stück des Parks erlaufen wir uns, bevor wir zum False Creek abbiegen. Über Yaletown und die Science World gelangen wir nach Granville Island, betriebsamer Marktplatz im Herzen Vancouvers. Bei strahlendem Sonnenschein können wir die Aussicht und das bunte Treiben auf der Außenterrasse bestaunen.

Über die Burrard Bridge kehren wir zum Ausgangspunkt zurück und geben unsere Fahrräder ab. Die Tour mit dem Drahtesel erweist sich als ideale Möglichkeit, die „Perle am Pazifik“ kennenzulernen, denn das ausgeklügelte Radwegnetz mit klarer Trennung zwischen Fußgängern und Radfahrern ist wirklich perfekt und mit viel Verstand angelegt.

Ein Spaziergang entlang der Waterfront liefert diverse Möglichkeiten, die Skyline mit ihren unzähligen Kuriositäten mit der Kamera einzufangen. Wir treffen bei Harbour Air ein, wo Rundflüge mit dem Wasserflugzeug vorausgebucht sind. Bei diesen Sichtverhältnissen verspricht die Exkursion, ein echtes Highlight zu werden.

Im Anschluss an das luftige Abenteuer bleibt noch Zeit für die individuelle Erkundung der Stadt, die zweifelsfrei zu den schönsten auf unserem Planeten zählt.

Boeing-Werke in Everett

Grenzübertritt nach Kanada
Sunset Dinner Cruise in Vancouver

Unser Campground liegt nur 10 Fahrminuten vom Future of the Flight-Center entfernt, so dass wir mit der ersten Besichtigungstour des Tages starten können. Die von Boeing zur Verfügung gestellten Schließfächer (auf der Tour sind keine Kameras, Mobiltelefone etc. erlaubt) erweisen sich als trickreich, aber auch dieses Hindernis meistern wir umgehend und sitzen pünktlich zum Beginn im Auditorium.

Eine kurze Videopräsentation stellt die erfolgreiche Unternehmensgeschichte im Zeitraffer dar. Kaum zu glauben, was aus einer anfänglichen Vision und dem Traum vom Fliegen entstanden ist.

Mit dem Bus geht es anschließend zur Produktionshalle, die mit 13,3 Millionen Kubikmetern Rauminhalt die größte der Welt ist. Hier erfahren wir zahlreiche Details zur Produktion der Boeing 747, dem bislang erfolgreichsten Modell der 700er Reihe. Der Jet hat bereits so viele Fluggäste befördert, dass die Zahl etwa 70% der Weltbevölkerung entspricht. Vom Besucherdeck haben wir einen guten Blick auf die einzelnen Produktionsstellen, von der eine jede für einen bestimmten Teil der Flieger zuständig ist. Zum Schluss fügt sich alles zusammen. Pro Monat erreichen 50 Millionen Einzelteile das Werk; 16 neue Jets verlassen im Gegenzug die Produktionshalle.

Ein weiterer Teil der Megahalle ist dem Bau der Triple 777 sowie des Dreamliners (787) vorbehalten. Hier stehen drei Modelle hintereinander kurz vor der Fertigstellung. So kann also eine Milliarde US-Dollar aussehen. Sobald die fertigen Flieger aus der Halle gezogen werden, folgt der Testflug und wenig später die Auslieferung an den Besteller.

In der Fertigung in Everett arbeiten täglich 35.000 Menschen; weltweit beschäftigt Boeing 155.000 Mitarbeiter. Ein gigantisches Unternehmen, das unter anderem durch zahlreiche Zusatzleistungen eine große Loyalität und Zufriedenheit der Mitarbeiter erreicht.

Nach unserer Tour stehen natürlich noch der obligatorische Gift Shop und ein Besuch der Aussichtsterrasse auf der Agenda. Glück haben wir auch, denn unterhalb der Aussichtsebene steht einer von weltweit vier existierenden Dreamliftern, die eigens für die Bauteillieferung für die 787 (Dreamliner) konzipiert wurden.
Es ist unglaublich beeindruckend, was aus einer Vision entstehen kann, und mit welcher Präzision die einzelnen Arbeitsschritte von der Planung bis zur Fertigstellung ausgeführt werden.

Unsere Tour setzen wir in Richtung Norden fort, wo wir die Grenze nach Kanada passieren. Bis auf die Wartezeit von etwas mehr als einer Stunde läuft der Grenzübertritt völlig problemlos. Nicht einmal eventuell mitgeführte Lebensmittel werden thematisiert, so dass es schon bald nach Vancouver geht.

Wir kämpfen uns im Schritttempo einmal quer durch die Innenstadt, denn der sonntägliche Ausflugsverkehr fällt bei wolkenlosem Himmel und hochsommerlichen Temperaturen sehr dicht aus. Nach und nach treffen alle wohlbehalten auf dem Campground in North Vancouver ein.

Abends geht es mit dem Bus in die Innenstadt, wo die Harbour Princess um 19:00 Uhr zur Sunset Dinner Cruise ablegt. Ein echtes Erlebnis, denn die Aussicht auf Vancouver und die wechselnden Farben sind ein echter Augenschmaus. Auch das Buffet kann sich durchaus sehen lassen; es gibt Lachs und Prime Rib.
Nach 90 Minuten legt das Schiff wieder an, und es folgt ein ausgedehnter Spaziergang an der Waterfront, wo wir bei Mahony & Sons noch einen Absacker zu uns nehmen.

Kurz darauf stellen wir fest, dass der Seabus sonntags nur bis 23:16 Uhr nach North Vancouver fährt. Also müssen zwei Taxen herhalten; der Fahrpreis ist überschaubar, denn die Verkehrsdichte hat drastisch abgenommen. Nach einem ereignisreichen Tag treffen wir kurz vor Mitternacht an unseren rollenden Wohnungen ein und sinken müde in die heimischen Betten.

Fahrzeugübernahme

Ersteinkauf
Everett

Um 10:00 Uhr verlassen wir das Hotel und fahren mit insgesamt sechs Taxen zur nahegelegenen Vermietstation. Bei Road Bear RV werden die Verträge abgeschlossen, und es folgt die Einweisung in die technische Handhabung der doch recht groß ausfallenden Wohnmobile. Nach und nach verlassen wir die Station mit den rollenden Appartements und steuern den ersten Supermarkt zum Ersteinkauf an. Im Hinblick auf den morgigen Grenzübertritt nach Kanada fällt dieser verhaltener als üblich aus, um den geltenden Einfuhrbestimmungen zu entsprechen.

Nur ein kleines Stück entfernt liegt der erste Campground in Everett, der für die erste Nacht im Wohnmobil reserviert ist. Beim abendlichen Gruppentreffen wird der morgige Tag vorgestellt. Gleichzeitig können offene Fragen zum richtigen Anschluss der Fahrzeuge geklärt werden. Der Übernahmetag fällt erwartungsgemäß lang aus; für einen gemütlichen Drink zum Entschleunigen bleibt dennoch Zeit.

Seattle

Nach dem Frühstück brechen wir zur Light Rail-Haltestelle auf, die wir nach fünfzehn Minuten Fußweg erreichen. Schnell sind die Tickets am Automaten gezogen und wahlweise in bar oder per Kreditkarte bezahlt, so dass wir schon bald im Zug sitzen, der in das Zentrum von Seattle fährt.

An der Westlake Station verlassen wir die Bahn und begeben uns in Richtung Waterfront zum Pike Place, Amerikas ältestem Marktplatz. Es herrscht bereits ein noch überschaubares Treiben; nach und nach öffnen immer mehr Stände mit einem unbeschreiblich breiten Warensortiment. Von Blumen über ausgefallene Handwerkskunst bis hin zu frischen Lebensmitteln findet der Besucher hier auf mehreren verwinkelten Etagen ein Angebot, das keine Wünsche offenlässt. An verschiedenen Stellen liegen Außenterrassen, die einen Blick auf Waterfront und Skyline der Innenstadt ermöglichen. Als es immer voller wird, und bei Starbucks die Warteschlange an der 25 Meter-Marke kratzt, verlassen wir den Public Market und begeben uns entlang der Waterfront zum Olympic Sculpture Park und weiter zur Space Needle.

Die Neuanlage der Waterfront zählt seit einigen Jahren zu den Vorzeigeprojekten der Stadt. Ziel ist es, den gesamten Bereich des derzeit aufgeständerten Highways 99 zu untertunneln, den alten Highway abzureißen und den touristisch so wertvollen Bereich in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Ein ambitioniertes Unterfangen, denn Widrigkeiten und Änderungen haben bereits mehrfach alle Zeit- und Budgetpläne über den Haufen geworfen (Warum kommt uns das so bekannt vor?).

An der Space Needle ziehen wir Tickets für die Auffahrt zur 159 Meter hoch gelegenen Aussichtsebene. Ob des starken Besucherandrangs sind die Auffahrten in Zeitfenster eingeteilt. Das funktioniert wie gewohnt reibungslos, und in 41 Sekunden erreichen wir mit dem Fahrstuhl das Observation Desk. Ein Rundgang über den gut gesicherten Außenbereich zeigt uns an diesem herrlichen und wolkenlosen Tag die Schönheiten von Emerald City. In der Ferne sind die Olympic Mountains im Westen sowie der gletscherbedeckte Mount Rainier im Osten zu erkennen.

Mit der Monorail geht es zurück in die Stadt; Sauberkeit der Haltestellen und Züge sind erwähnenswert.
Ein ausgeprägter Marsch führt in die Altstadt von Seattle - zum Pioneer Square. Erfreulicherweise landen wir direkt in einem Saloon, der erfrischende Getränke (vorzugsweise Bier) bereithält. Unglauben löst die Tatsache aus, dass Soft Drinks kostenlos sind; nur das Gezapfte kostet 5,00 Dollar pro Glas.
Wir kämpfen uns zurück in die Pike Place Region, wo wir am Abend ein Dinner im Hard Rock Cafe von Seattle genießen.

Gut gestärkt geht es von der Westlake Station zurück zum SeaTac Airport; noch einmal fünfzehn Minuten Fußweg, und wir kehren zum Hotel zurück. Fazit: Seattle ist als schöne und facettenreiche Stadt absolut erlebenswert. Das Wetter hätte besser nicht sein können, und insgesamt haben wir heute stolze 13 Kilometer Fußweg zurückgelegt. Das verspricht, eine erholsame Nacht mit bestem Schlaf zu werden.

Anreise nach Seattle, Washington

 

Lufthansa-Flug 490 startet pünktlich in Frankfurt und erreicht Seattle planmäßig um 11:50 Uhr Ortszeit. Entgegen anderslautender Vermutungen gestaltet sich die Einreise völlig unkompliziert, und die ersten Reiseteilnehmer treffen bereits um 14:00 Uhr am gebuchten Hotel ein.

Ob der langen Anreise entschließen sich einige, die Qualität der Hotelbetten zu testen, während andere sich voller Tatendrang in Richtung Innenstadt begeben.

Um 18:00 Uhr trifft sich die Gruppe zum Abendessen im nahegelegenen Sharp’s Roast House. Neben 26 Sorten Bier vom Fass bietet das Restaurant eine schmackhafte Küche für den größeren und kleinen Appetit an.

Nach dem Dinner wird noch kurz das Programm für die nächsten beiden Tage besprochen. Die Atmosphäre ist schon ein wenig eingeschlafen, so dass im Anschluss alle schnell das Weite (= die Betten) suchen.
Morgen geht es nach Seattle, da will man ja fit sein…