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Facettenreicher Südwesten 2017

Cuyamaca State Park

Anza Borrego Desert
Box Canyon
Joshua Tree National Park

Die zivilisierten Regionen lassen wir hinter uns und reisen in östlicher Richtung zum Cuyamaca State Park. Unterwegs schließen wir die erste Bekanntschaft mit dem amerikanischen Tanksystem „Pay before you pump“. Interessant, dass man schon vorher wissen soll, für welchen Betrag man tanken möchte. Nachdem das Prinzip in seinen Grundzügen verstanden ist, können die durstigen Motorhomes befüllt werden.

Im Cuyamaca State Park erwandern wir uns den 1.747 Meter hohen Stonewall Peak. An diesem wolkenlosen Vormittag haben wir vom Gipfel aus eine herrliche Rundumsicht auf den Park. In der Ferne ist bereits die Wüste erkennbar, durch die unsere Weiterreise führt.

Das Quecksilber klettert in der Anza Borrego Desert auf stattliche 42° Celsius; es weht kein Lüftchen. Idealerweise kennt das Wüstenklima keine Luftfeuchtigkeit, so dass die extreme Hitze recht gut zu ertragen ist.

Über den Südeingang erreichen wir den Joshua Tree National Park, der für seine zahleichen Vegetationsnischen bekannt ist. Eine davon schauen wir uns bei einer Wanderung über den Cholla Cactus Garden Trail an. Tausende der liebevoll „Teddybärkakteen“ genannten Pflanzen stehen dicht an dicht, und der Weg führt mitten durch die mit stabilen Stacheln bewehrten Kakteen. In den abgestorbenen Pflanzenteilen leben die kleineren Wüstenbewohner, wie zum Beispiel die Packratte und verschiedene Mäusearten.

Wenige Meilen später gelangen wir zu unserem Campground, zweifelsfrei einer der schönsten im südlichen Kalifornien. Zwischen gigantischen Felsen, die von Riesenhand verteilt zu sein scheinen, stehen wir mitten im Nationalpark. Schnell werden die Vorzüge einer Wohnmobilreise in dieser Region deutlich, denn ein Hotel gibt es im ganzen Monument nicht. Insbesondere der funkelnde Sternenhimmel, unter dem wir übernachten, ist erwähnenswert

San Diego

Coronado Bay
Silver Strand State Beach

Um 07:30 Uhr verlassen wir Malibu, um dem dichten Verkehr im Großraum Los Angeles an diesem Sonntagmorgen zu entgehen. Gut 90 Minuten fahren wir in südlicher Richtung durch Stadtgebiet über diverse Highways und Interstates - erfreulicherweise staufrei.

In der zweitgrößten Metropole Kaliforniens steht zunächst das Cabrillo National Monument auf dem Programm. Bei strahlendem Sonnenschein ist der Blick auf San Diego und Umgebung traumhaft schön. In der Bucht, die als eines der besten Segelreviere weltweit bekannt ist, tummeln sich zahlreiche Segler. Ein kurzer Weg führt zum kleinen Cabrillo Leuchtturm.

Die Altstadt San Diegos präsentiert sich sehr mexikanisch und liebevoll restauriert. Zahlreiche Geschäfte bieten Waren aller Art feil, und eine Vielzahl von Restaurants lockt mit kulinarischen Köstlichkeiten.
Über die Coronado Bridge erreichen wir die gleichnamige Insel, in deren Süden wir direkt am Strand campieren. Der Platz ist gut gefüllt, denn zahlreiche Familien verbringen hier ihren Urlaub. Der kilometerlange Sandstrand lädt zu ausgedehnten Strandwanderungen ein. Bei etwa 13° Wassertemperatur ist eine Erfrischung im Pazifik allerdings nur etwas für Hartgesottene.

Fahrzeugübernahme

Ersteinkauf
Malibu Beach

Wir werden bereits um 07:00 Uhr am Hotel abgeholt und ins nördlich gelegene Agoura Hills gebracht, um bei Road Bear RV unsere gebuchten Fahrzeuge zu übernehmen.

Nach der ausführlichen Einweisung (Wie soll man sich das alles merken?) werden die Verträge abgeschlossen, und mit den Fahrzeugen, die im Katalog gar nicht so groß aussahen, geht es zum ersten Großeinkauf im unweit gelegenen Supermarkt.

Die erste Tagesetappe fällt kurz aus, denn sie führt nach Malibu. Hier stehen wir oberhalb des Pazifiks auf einem bestens ausgestatteten Campground, wo erst einmal in Ruhe alle Sachen ausgepackt und in den neuen vier Wänden verstaut werden können.

Stadtrundfahrt Los Angeles

 

Um 08:00 Uhr brechen wir zu unserer ganztägigen Rundfahrt durch die „Stadt der Engel“ auf.

Den ersten Stopp legen wir in Venice Beach ein. Am Muscle Beach erwacht nach und nach das Leben; die Cafes in den umliegenden Seitenstraßen sind bereits gut gefüllt. Der kilometerlange und breite Pazifikstrand lädt zu einem Morgenspaziergang ein. Die ersten Surfer bereiten sich darauf vor, in die kalten Fluten des Pazifiks einzutauchen, um ihre Wellenreiterqualitäten zu perfektionieren.

Am Santa Monica Pier herrscht ganzjährig Jahrmarkttreiben. Zahlreiche Verkaufsstände und gute sowie nicht ganz so gute Künstler säumen die Ränder des Holzsteges, der weit bis in den Pazifik ragt. Am Ende liegt unter anderem ein Shop mit zahlreichen Souvenirs zur Route 66, die hier endet und ihren Anfang in Chicago nimmt. Die sogenannte „Mutter aller Straßen“ verbindet „Windy City“ über eine Länge von 2.448 Meilen mit dem goldenen Westen und wird auch unsere Tour in den nächsten Tagen für einige Meilen begleiten.

Unser nächstes Ziel ist die Olvera Street, die sich an der Stelle befindet, wo am 4. September 1781 die offizielle Stadtgründung erfolgte. Ein Bummel führt durch den Straßenzug mit den ältesten Häusern von Los Angeles. In Sichtweite liegt das Rathaus im Herzen von LA Downtown.


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Über Beverly Hills mit dem weltberühmten Rodeo Drive und dem Regent Beverly Wilshire Hotel kämpfen wir uns durch das Großstadtgewühl nach Hollywood zum Walk of Fame. Im Highland Center ist das Dolby Theatre beheimatet, wo seit 2002 die jährlichen Oscar-Verleihungen stattfinden. Natürlich nutzen auch wir die Treppe zum Haupteingang, über die bereits unzählige Stars und Sternchen geschritten sind. Im angeschlossenen Einkaufszentrum führt ein mit Hollywood-Anekdoten illustrierter Weg zur Besetzungscouch, von wo aus das weltberühmte Hollywoodzeichen zu erkennen ist.


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Anschließend geht es zu den Universal Studios. Zuerst führt eine Fahrt mit der Studio Tram über das riesige Gelände und durch einige Filmszenen. King Kong rettet die Gäste in der Bahn vor wildgewordenen Dinosauriern, und der weiße Hai erwacht an anderer Stelle (mehrmals täglich) zum Leben. Viele Einzelheiten erfahren wir über die installierten Kulissen und entdecken allerorten weltbekannte Requisiten aus verschiedenen Universal-Produktionen. Im Anschluss an die Rundfahrt besteht die Möglichkeit, an atemberaubenden Fahrten und Shows teilzunehmen. Ein aufregender Nachmittag, dem ein gemeinsames Abendessen im Hard Rock Cafe folgt.

Den Rückweg zum Hotel nutzen wir noch für einen Abstecher zum Griffith Observatory, denn von hier oben bietet sich ein weiter Blick auf Los Angeles bei Nacht. Voller neuer Eindrücke und zugegebenermaßen ein wenig erschöpft treffen wir um 22:30 Uhr wieder am Hotel ein.

Anreise nach Los Angeles

 

Lufthansa-Flug 450 landet pünktlich um 16:40 Uhr in Los Angeles, muss sich dann allerdings noch 45 Minuten gedulden, bevor ein freies Gate zum Andocken zur Verfügung steht.

Die anschließende Einreise verläuft zügig und reibungslos. Schnell noch die Koffer in Empfang nehmen und schon geht es zur Haltestelle des Hotelbusses. Die Fahrt zum Hilton Los Angeles airport dauert zehn Minuten, und Check In und Zimmervergabe funktionieren prompt.

Nach einem kurzen Treffen in der Hotelhalle wird der Abend in der Hotelbar „The Landings“ (wie treffend) beschlossen, wo sich mit Bier und Wein die Strapazen der dann doch recht lang ausfallenden Anreise mildern lassen.